Pädagogische Kinesiologie, Brain-Gym© & Reflexintegrationstraining

Pädagogische Kinesiologie, Brain-Gym© & Reflexintegrationstraining

Pädagogische Kinesiologie und Brain-Gym©

Für Ihr Kind wünschen Sie sich, dass es in KITA und Schule gut zurechtkommt und den Anforderungen gewachsen ist? Ihr Kind ist aufgeweckt und pfiffig, doch sobald es ans Lernen geht, scheint es müde, lustlos und manchmal auch aggressiv? 

Eine hohe Menge an Hausaufgaben, große Klassengrößen, gesellschaftlicher Druck und damit einhergehend zahlreiche Reize, führen zu auffälligem Lern– und Sozialverhalten vieler Kinder. Eine Überforderung der Kinder ist mit dieser Vielzahl an visuellen, auditiven und motorischen Reizen begründet. Auffälligkeiten zeigen sich in Rückzug des Kindes, Träumerei, Aggression und Hyperaktivität. Auch Lernstörungen in vielen Leistungsbereichen wie beispielsweise Sprache, Auge-Hand-Koordination, Gleichgewichts- und Koordinationssinn, Aufmerksamkeit, auditive und visuelle Wahrnehmung, Konzentration und Auffassungsvermögen können auftreten.  

  

In den 1970er Jahren hat der amerikanische Heilpädagoge Dr. Paul Dennison herausgefunden, dass Lern- und Verhaltensprobleme oft in Zusammenhang mit Defiziten auf der Bewegungsebene stehen. Vor allem in den ersten Lebensjahren schafft die motorische Entwicklung wichtige Voraussetzungen, um spätere Lernanforderungen bewältigen zu können. 

Die gute Vernetzung unserer beiden Gehirnhälften, freie Beweglichkeit der Augen, die Koordination von Hand und Auge oder ein stabiles Gleichgewichtssystem sind einige der „Werkzeuge“, die wir brauchen, um Rechnen, Schreiben, Lesen und vieles mehr zu lernen oder um uns über einen längeren Zeitraum konzentrieren zu können. 

Dennison hat aufgrund seiner Beobachtungen an Kindern und Erwachsenen ein System von Bewegungsübungen zusammengestellt, mit deren Hilfe motorische Defizite gezielt ausgeglichen und Lernstörungen behoben werden können. Seine Methode wurde unter dem Namen Brain-Gym© bekannt. Sie hat sich zunächst in der Praxis auf erstaunliche Weise bewährt. Mittlerweile ist die Wirksamkeit der Übungen durch Gehirnforschung und Neurobiologie sowie durch praktische Untersuchungen nachgewiesen. 

Wann und für wen?

Auffälliges Verhalten bei Kindern ist ein Hinweis darauf, dass Ihr Kind Hilfe benötigt.

Folgende Schwierigkeiten können auf eine Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) hindeuten:  

  • Hat Ihr Kind Probleme beim Lesen?
  • Gelingt es Ihrem Kind auch nach intensivem Üben nicht, Buchstaben als Wort zu erkennen und diese während des Lesens zusammenzuziehen?
  • Korrigiert sich Ihr Kind viel beim Lesen oder überliest es Wörter?
  • Liest Ihr Kind langsam, nicht gern und wenn, nur unter Druck?
  • Liest Ihr Kind stockend und versteht nicht, was es liest?
  • „Liest“ es Wörter, die vom Sinn her passen, jedoch nicht im Text stehen?
  • Hat Ihr Kind Schwierigkeiten in der Rechtschreibung trotz intensiven Übens? Sie üben mit Ihrem Kind für das Diktat und dennoch schreibt es Wörter nicht korrekt?
  • Unterlaufen Ihrem Kind beim Abschreiben viele Fehler?
  • Vertauscht Ihr Kind ähnliche Buchstaben wie b,d / q,p / w,m etc.?
  • Vertauscht Ihr Kind die Reihenfolge der Buchstaben, „drie“ anstelle von „drei“?
  • Gibt es eine Fehlerhäufung bei ähnlich klingenden Buchstaben wie b, p / g,k ?
  • Lässt ihr Kind beim Schreiben Buchstaben oder gar ganze Silben weg?
  • Werden Wörter im selben Text mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben?
  • Sitzt ihr Kind unverhältnismäßig lange an den Hausaufgaben?
  • Zeigt Ihr Kind Vermeidungsstrategien beim Anfertigen schriftlicher Aufgaben?
  • Hat Ihr Kind eine unleserliche Handschrift in teils verschiedenen Größen?
  • Hält Ihr Kind beim Schreiben nicht die Zeile ein und wandert mit der Schrift auf und ab?

Die ersten Anzeichen für eine Leseschwäche können bereits in der Anfangsphase des Lesen- und Schreibenlernens, also in der ersten und zweiten Klasse, auftreten. Oft führt mangelndes Leseverständnis in der Folge dazu, dass Sachtexte oder Aufgabenstellungen in Sachfächern und Mathematik nicht verstanden werden. Schlechte Noten in diesen Fächern beruhen nicht selten auf einem mangelhaften Leseverständnis.

Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben verunsichern und belasten Kinder und Eltern gleichermaßen. Vielleicht haben Sie sich schon selbst die Frage gestellt, ob Ihr Kind langsamer lernt oder ob hinter seinen Problemen im Lesen und Schreiben eine LRS oder Legasthenie steckt.

Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Legasthenie wächst sich nicht von selbst aus, sondern beeinträchtigt Betroffene ohne die richtige Förderung ein Leben lang privat und beruflich: erst in der Schule, dann während der Ausbildung oder des Studiums und schließlich im Berufsleben – mit negativen Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung.

Folgende Schwierigkeiten können auf eine Rechenschwäche hindeuten:

  • Zählen mit den Fingern, auch im Zahlenraum über 10
  • Schwierigkeiten mit größeren Zahlenräumen
  • Zuordnung von Zahlen und Mengen fällt schwer – 10 Finger entsprechen der Ziffer 10
  • Schwierigkeiten bei räumlichen und zeitlichen Orientierungen. Das Einprägen von Wegen fällt schwer, das Kind hat Probleme beim Erlernen von Uhr, Zeiteinheiten und Zeitabständen
  • Schwierigkeiten bei räumlichen und visuellen Orientierungen und Probleme bei Spielen wie Memory, Puzzles, Strategiespielen, Steckspielen
  • Probleme im Umgang mit Maßeinheiten wie Längenmaßen, Flächenangaben, Mengenangaben
  • Unterscheidungen wie „größer/kleiner“ oder „länger/kürzer“ fallen schwer
  • Verständnisprobleme bei Textaufgaben

Kinder sind von Natur aus wissbegierig und interessiert und erkunden und erfragen schon früh die Funktionsweise der Welt. Kinder wollen die Welt begreifen, fühlen, sehen, hören, erleben – mit allen Sinnen. Manchen Kindern bleibt einfach die Möglichkeit zum Lernen versperrt. Der kinesiologische Muskeltest ist eine geeignete Technik, die Ursache dafür zu finden und das Problem zu lösen. Die Veränderungen im Lern- und Sozialverhalten sind oft prompt und tiefgreifend. 

Die Kinesiologie strebt das Lernen mit dem ganzen Gehirn an, indem bestimmte Bewegungsabläufe neu strukturiert werden. Diese verschaffen den Lernenden Zugang zu denjenigen Teilen des Gehirns, die vorher unzugänglich, also blockiert waren. 

„BEWEGUNG ÖFFNET DAS TOR ZUM LERNEN!“

 

Die Kinesiologie ist eine sehr einfache, effiziente und verbreitete Methode, um die Entwicklung von Kindern zu fördern. Die Kinder lernen ganzheitlich über Handlung, Aktion und Bewegung. So werden im Gehirn neuronale Vernetzungen geschaffen und Entwicklungsdefizite aufgearbeitet.

Zudem gibt der Muskeltest Rückmeldung über nicht integrierte frühkindliche Reflexe (RIT) und die damit verbundenen Lern- und Verhaltensprobleme.

Die Kinesiologie unterstützt begleitend Therapien, Lern- und Lebensprozesse und kann Behandlungszeiträume verkürzen. Sie ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Die pädagogische Kinesiologie hat sich besonders bewährt bei:

  • Lernblockaden
  • Leseschwäche
  • Rechtschreibschwäche
  • Legasthenie
  • Dyskalkulie, Rechenschwäche
  • auditive Wahrnehmungsstörung
  • visuelle Wahrnehmungsstörung
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Probleme der Hand-Augen-Koordination
  • Handschrift-Probleme
  • unbewusste Blockaden
  • Sprachentwicklungsverzögerung
  • Artikulationsstörungen
  • Stresssymptomatik
  • emotionale Probleme und Blockaden
  • Prüfungsangst
  • Schulangst

 

Mithilfe spezieller Bewegungen wird die balancierte Koordination wiederhergestellt und die körpereigenen Energien ins Gleichgewicht gebracht. Das positive Ergebnis: Lernblockaden lösen sich auf. Die Zusammenarbeit der beiden Hirnhälften wird verbessert und der Energiefluss angeregt.

Wann und für wen?

Reflexintegrationstraining

Frühkindliche Reflexe – was ist das genau?

Frühkindliche Reflexe sind für die Reifung des Kindes verantwortlich. Während der Schwangerschaft ermöglichen diese Reflexe überhaupt erst die Entwicklung vom Embryo zum Neugeborenen. Und auch während der Geburt sorgen diese dafür, dass natürliche Geburten möglich sind. Auch sind diese frühkindlichen Reflexe der wichtigste Baustein, damit ihr Neugeborenes „hilfloses“ Baby sich zu einem sprechenden und denkenden Kind entwickelt und auch eine Weiterentwicklung ermöglicht.

Kinder sind, wenn sie geboren sind, unreif und hilfsbedürftig. Alles, was sie tun und machen, ist unbewusst und beruht auf automatischen Handlungen und Bewegungsreflexen.

Warum ist es wichtig, dass diese Reflexe beachtet werden?

Bestimmte Einflussfaktoren sorgen dafür, dass Ihr Kind sich optimal entwickeln kann. Dies geschieht natürlich ein ganzes Leben lang, die frühkindlichen Reflexe jedoch werden während der Geburt bis zum ersten Jahr abgebaut, gehemmt oder integriert.

Können diese Reflexe aus eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten oder anderen störenden Einflussfaktoren nicht integriert werden, kann dies Auswirkungen auf die altersgerechte Entwicklung haben. Oft kann erst im Kindes-, Jugend-, oder Erwachsenenalter die Verbindung zwischen fehlender Reflexintegration und bestimmten Symptomen hergestellt werden.

Symptome bei fehlender Reflexintegration sind:

  • Unruhe auf seelischer und geistiger Ebene
  • Hyperaktivität
  • Konzentrationsmangel
  • fehlende Impulskontrolle
  • Haltungsschäden
  • Essstörungen
  • Sprachstörungen
  • Sehschwächen
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Lernschwierigkeiten
  • Wirbelblockaden
  • Probleme, einen Rhythmus nachzuklatschen.

Was kann ich tun, wenn ich diese Symptome bei mir oder bei meinen Kindern bemerke?

In unserer Praxis behandeln wir die Symptome kinesiologisch. Der vorhandene psychische Stress wird abgebaut und ermöglicht die Integration der Reflexe.

Gut zu wissen: die Entwicklung und Integration von primitiven, also angeborenen, automatischen Reflexen kann durch die Stimulierung des Hirnstamms, des Kleinhirns und der Basalganglien durch neuromotorische Übungen nachgeholt werden. Die Symptome werden somit verringert oder verschwinden gänzlich.

Die Mitarbeit von Ihnen als Eltern ist bei der Integration der Reflexe sehr wichtig, da kontinuierlich die Übungen zuhause durchgeführt werden müssen. In der Sitzung mit Ihnen und Ihrem Kind werden die Übungen von mir durchgeführt und Ihnen und Ihrem Kind gezeigt. So können Sie zuhause eigenständig das Training durchführen. Dieses findet über einen Zeitraum von 4 Wochen statt. Das Reflexintegrationstraining dauert täglich ca. 10 Minuten. Nach diesen 4 Wochen findet eine weitere Sitzung statt, in der ich Ihr Kind oder Sie erneut teste und somit weitere Reflexe ausgetestet werden. Die notwendigen Übungen zur Integration des nächsten Reflexes werden wieder gemeinsam durchgeführt und erlernt.

Reflexintegrationstraining für Kinder und Erwachsene im Alter von 6- 70 Jahren

1 Stunde – Termine nach Absprache

Kosten je Termin: 65 EUR

Reflexintegrationstrainerin:

Daniela Röwekamp, Heilpädagogin, Entspannungs- und Reflexintegrationstrainerin

Unsere Literaturempfehlung:

„Wieder im Gleichgewicht“ von Christine Sieber und Dr. Carsten Queißer, Kösel Verlag

Kontakt

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