Traumatherapie

Traumatherapie

Trauma – eine Begriffsklärung.

In der Psychologie sprechen wir von einem Trauma, wenn eine seelische Verletzung stattgefunden hat. Es gibt Definitionen, die ein Trauma als „starke psychische Erschütterung“ beschreiben, das durch ein traumatisierendes Erlebnis hervorgerufen wird. Das Trauma kann hierbei sowohl das Ereignis an sich sein oder die hervorgerufenen Schwierigkeiten im Wohlbefinden darstellen. Sind Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch psychisch traumatisiert, kann das eine zentrale Rolle für die Entwicklung psychischer Störungen spielen. Medizinisch wird mit dem Begriff Trauma eine körperliche Verwundung bezeichnet, die durch Unfälle oder Gewalteinwirkung hervorgerufen wurde.

Methoden in der Traumatherapie

Als ausgebildete Traumatherapeutin und zertifizierte APMAH-Therapeutin unterstütze ich Sie bei der Bewältigung Ihres Traumas. Bei der Arbeit wende ich nach Rücksprache mit Ihnen folgende Methoden an:

EMDR

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

TBT

Trauma Buster Technique

Hypnose – APMAH

analytische Psychotherapie/medizinisch-angewandte Hypnose

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

EMDR

Bei EMDR handelt es sich um eine Psychotherapiemethode, die insbesondere bei der Behandlung psychischer Traumafolgen zum Einsatz kommt. Sie ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder gleichermaßen geeignet. Die Abkürzung EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und bedeutet frei übersetzt “Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen”.

Forscher gehen davon aus, dass im Traum Erinnerungen sortiert und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Die schnellen Augenbewegungen während der EMDR Therapie simulieren die Augenbewegungen, die wir machen, wenn wir träumen. EMDR soll so Gedächtnisprozesse anregen und eine schnellere Heilung mittels Traumatherapie ermöglichen. Die rhythmische Stimulierung durch die Augenbewegungen hilft Ihnen, sich zu entspannen und die bedrohlichen Erinnerungen an neutrale Reize zu koppeln.

EMDR kann bei folgenden Diagnosen und Thematiken helfen:

PTBS - posttraumatische Belastungsstörungen

depressive Belastungsreaktionen

Anpassungsstörungen

belastungsbedingte Verhaltensstörungen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen

Phantomschmerzen

Trauer nach Verlusterlebnissen

Angststörungen und Phobien

chronifizierten Traumafolgestörungen und Störungsbildern nach belastenden Lebenserfahrungen ohne erlebte Lebensgefahr

Das Behandeln der unverarbeiteten Erinnerungen ist in dieser Therapie zentral. Unsere alltäglichen, normalen Erfahrungen werden im Gedächtnis gespeichert, indem sie sortiert und mit Inhalten verknüpft werden. So können die Informationen verarbeitet werden und wir können diese Erfahrungen erinnern. Ein traumatisches Erlebnis dagegen wird nicht wie ein normales Erlebnis einsortiert. Es wird im Gehirn mitsamt allen dazugehörenden Sinneseindrücken und Gedanken separat gespeichert. Das traumatische Erlebnis kann so nicht verarbeitet werden. Durch die sogenannten Trigger, wie ein Geräusch, ein Geruch, ein lauter Knall oder eine bestimmte Berührung, kann das traumatische Erlebnis wieder ausgelöst werden und dazu führen, dass Betroffene das Gefühl haben, die Situation erneut zu durchleben. Körperliche Reaktionen wie Atemnot, Herzrasen, Angst und Hilflosigkeit können die Folge sein.

Ziel der EMDR-Therapie ist es, einen Zugang zu der traumatischen Erinnerung zu erlangen, die bedrohlichen Erinnerungen an neutrale Reize zu koppeln und sie wie eine normale Erinnerung ins Gedächtnis einzusortieren.

Funktionsweise von EMDR:

Zur Bearbeitung der Erinnerung werden die Betroffenen wiederholt angeleitet, kurzzeitig mit der belastenden Erinnerung in Kontakt zu treten. Gleichzeitig wird eine sogenannte bilaterale Stimulation durchgeführt. Die Patient:innen folgen mit den Augen den Fingern unserer Therapeut:innen, die die Finger schnell und rhythmisch nach links und rechts bewegen.

Trauma Buster Technique

TBT

Die tatsächliche Erfahrung von etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist, können wir nicht verändern. Mit TBT, der Trauma Buster Technique, sind wir in der Lage, das innere Erleben dieser Erfahrung dauerhaft zu verändern. Die Wirkung der Trauma Buster Technique ist tiefgreifend. Bei Nutzung dieser Technik wenden wir eine Synthese aus Klopfakupressur und NLP (Neurolinguistisches Programmieren) an.

Die tatsächliche Erfahrung von etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist, können wir nicht verändern. Mit TBT, der Trauma Buster Technique, sind wir in der Lage, das innere Erleben dieser Erfahrung dauerhaft zu verändern. Die Wirkung der Trauma Buster Technique ist tiefgreifend. Bei Nutzung dieser Technik wenden wir eine Synthese aus Klopfakupressur und NLP (Neurolinguistisches Programmieren) an.

Patienten, die mit einer belastenden Lebenserfahrung in unserer Praxis vorstellig werden, durchlaufen während der TBT-Anwendung ein standardisiertes Protokoll. Zunächst werden wir, Therapeutin und Patient:in, gemeinsam den Punkt der höchsten Belastung identifizieren. Dann wird dieser auf dem auditiven oder visuellen Wahrnehmungskanal verzerrt und verfremdet. Dadurch wird die Belastung flüssiger und eine neurologische Neukonditionierung des Erfahrenen kann stattfinden.

Die Traumafolge-Symptome verschwinden und die Selbstwirksamkeit der Betroffenen kann sich wiederherstellen. Zur dauerhaften Trauma-Auflösung nutzt TBT die neuesten Erkenntnisse über die Neuroplastizität des Gehirns: die Fähigkeit unserer Gehirnzellen, sich zu lösen und neue Verbindungen einzugehen.

Ein Vorteil der TBT-Methode ist die schnelle Wirksamkeit bei posttraumatischen Belastungssymptomen wie Flashbacks, Dissoziationen oder übermäßiger Wachsamkeit. Der Prozess ist relativ schnell durchführbar und die meisten Schocktraumata lassen sich in einer Sitzung lösen. Die erleichternde Wirkung von TBT ist sofort spürbar.

analytische Psychotherapie/medizinisch-angewandte Hypnose

HYPNOSE

Der Begriff Hypnose bedeutet, dass während eines kurzen, künstlich erzeugten partiellen Schlafs ein Bewusstseinszustand verändert wird. Hypnose wird in der Hypnosepsychotherapie angewandt und zeichnet sich durch die schnelle Wirkung aus. Weitere Infos hier.

Im Psychrembel wird die Hypnose wie folgt definiert: „Sie (….) ist eine veränderte Bewusstseinslage im Sinne eines partiellen Schlafes mit Rapportbezug. Die Hypnose tritt ein durch Erweckung der Vorstellung des Ruhens oder des Schlafens, durch das Einreden, dass der Schlaf oder die gewünschte Veränderung eintreten werde (Verbalsuggestion). Der Hypnotisierte besitzt eine Hypermnesie, also eine abnorme Stärke des Gedächtnisses. Erhöhte Suggestibilität und die Wirkung der künstlich geschaffenen Vorstellungen sind so mächtig, dass man in der Hypnose und nachher, posthypnotisch, Gedanken und Handlungen veranlassen, körperliche Zustände (Blutkreislauf, Darmträgheit usw.) und krankhafte Erscheinungen, namentlich des Nervensystems, beeinflussen kann: Suggestionstherapie.“

Die Hypnose ist eine eigenständige, hochwirksame Therapie. Häufig wird sie unterstützend im Rahmen schulmedizinischer Behandlungen eingesetzt, um bestimmte nützliche Reaktionen herbeizuführen oder zu verstärken. So wird deutlich, dass die Hypnose in der psychotherapeutischen und in der naturheilkundlichen Praxis von großem Wert ist.

Gut zu wissen:

Der Einsatz von Hypnose in Medizin und Psychotherapie ist gesetzlich geregelt. Hypnose gehört zu den teilweise von den deutschen Krankenkassen anerkannten Leistungen und kann in besonderen Fällen von der Krankenkasse übernommen werden. Sprechen Sie Ihre Krankenkasse an, inwiefern Ihre Kasse diese Leistungen übernimmt. Lydia Klassen ist zertifiziert in der Anwendung von Hypnose und APMAH. Natürlich wird eine hypnotische Anwendung nur mit Ihrem Einverständnis durchgeführt.

Besonders bei folgenden Diagnosen oder von Ihnen gewünschten Veränderungen nutzen wir die Analytische Psychotherapie und Medizinisch Angewandte Hypnose (APMAH) einzeln oder begleitend zu unseren Therapieformen.

Die Hypnose kann bei folgenden Indikationen helfen:

Depression

Adipositas

Ängste, allgemein

Behandlung von chronischen Schmerzen

Angina Pectoris

Asthma

Schlafstörungen

Essstörungen

Gallenkoliken, chronische

Hals- Nacken- Schulterverspannungen

Herzbeschwerden allgemein

Kopfschmerzen und Migräne

Magen- und Zwölffinger- Darmgeschwüre

Krebs

Nervosität

Stress

Neuralgien

Obstipationen

Phobien

Rauchentwöhnung

Tachykardien

Suchtkrankheiten, wie Alkoholismus

Sprechstörungen, wie Stottern

Steigerung des Selbstwertgefühls

Kontakt

Kontaktieren Sie uns!

So finden wir zusammen:

Sie nehmen Kontakt zu uns auf. Dies können Sie per E-Mail, Kontaktformular oder Anrufbeantworter unter 05221 2753155 tun. In einem telefonischen Gespräch schildern Sie Ihre Thematik und wir überlegen gemeinsam, welche Vorgehensweise sinnvoll ist.

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