Traumatherapie

Was ist ein Trauma?

In der Psychologie wird von einem Trauma dann gesprochen, wenn eine seelische Verletzung stattgefunden hat. Es gibt Definitionen, die ein Trauma als „starke psychische Erschütterung“ beschreiben, das durch ein traumatisierendes Erlebnis hervorgerufen wird. Das Trauma kann hierbei sowohl das Ereignis an sich sein oder die hervorgerufenen Schwierigkeiten im Wohlbefinden darstellen. Sind Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch traumatisiert, kann das eine zentrale Rolle für die Entwicklung psychischer Störungen spielen. Medizinisch wird mit dem Begriff Trauma eine körperliche Verwundung bezeichnet, die durch Unfälle oder Gewalteinwirkung hervorgerufen wurde.

Wir wenden folgende Methoden an:

EMDR

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

TBT

Trauma Buster Technique

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

EMDR

Bei EMDR handelt es sich um eine Psychotherapiemethode, die insbesondere bei der Behandlung psychischer Traumafolgen zum Einsatz kommt. Sie ist für Erwachsene, Jugendliche und Kinder gleichermaßen geeignet. Die Abkürzung EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und bedeutet frei übersetzt “Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen”.

Forscher gehen davon aus, dass im Traum Erinnerungen sortiert und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Die schnellen Augenbewegungen während der EMDR Therapie simulieren die Augenbewegungen, die wir machen, wenn wir träumen. EMDR soll so Gedächtnisprozesse anregen und eine schnellere Heilung mittels Traumatherapie ermöglichen. Die rhythmische Stimulierung durch die Augenbewegungen hilft Ihnen, sich zu entspannen und die bedrohlichen Erinnerungen an neutrale Reize zu koppeln.

Das Behandeln der unverarbeiteten Erinnerungen ist in der EMDR Therapie zentral. Unsere alltäglichen, normalen Erfahrungen werden im Gedächtnis gespeichert, indem sie sortiert und mit Inhalten verknüpft werden. So können die Informationen verarbeitet werden und wir können diese Erfahrungen erinnern. Ein traumatisches Erlebnis dagegen wird nicht wie ein normales Erlebnis einsortiert. Es wird im Gehirn mitsamt allen dazugehörenden Sinneseindrücken und Gedanken separat gespeichert. Das traumatische Erlebnis kann so nicht verarbeitet werden. Durch die sogenannten Trigger, wie ein Geräusch, ein Geruch, ein lauter Knall oder eine bestimmte Berührung, kann das traumatische Erlebnis wieder ausgelöst werden und dazu führen, dass Betroffene das Gefühl haben, die Situation erneut zu durchleben. Körperliche Reaktionen wie Atemnot, Herzrasen, Angst und Hilflosigkeit können die Folge sein.

Ziel der EMDR-Therapie ist es, einen Zugang zu der traumatischen Erinnerung zu erlangen, die bedrohlichen Erinnerungen an neutrale Reize zu koppeln und sie wie eine normale Erinnerung ins Gedächtnis einzusortieren.

EMDR kann helfen bei:

PTBS - posttraumatischen Belastungsstörungen

depressiven Belastungsreaktionen

Anpassungsstörungen

belastungsbedingten Verhaltensstörungen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen

Phantomschmerzen

Trauer nach Verlusterlebnissen

Angststörungen und Phobien

chronifizierten Traumafolgestörungen und Störungsbildern nach belastenden Lebenserfahrungen ohne erlebte Lebensgefahr

Trauma Buster Technique

TBT

Die tatsächliche Erfahrung von etwas, das in der Vergangenheit geschehen ist, können wir nicht verändern. Mit TBT, der Trauma Buster Technique, sind wir in der Lage, das innere Erleben dieser Erfahrung dauerhaft zu verändern. Die Wirkung der Trauma Buster Technique ist tiefgreifend. Bei Nutzung dieser Technik wird eine Synthese aus Klopfakupressur und NLP (Neurolinguistisches Programmieren) angewandt.

Patienten, die mit einer belastenden Lebenserfahrung in unserer Praxis vorstellig werden, durchlaufen während der TBT-Anwendung ein standardisiertes Protokoll. Zunächst werden wir, Therapeutin und Patient:in, gemeinsam den Punkt der höchsten Belastung identifizieren. Dann wird dieser auf dem auditiven oder visuellen Wahrnehmungskanal verzerrt und verfremdet. Dadurch wird die Belastung flüssiger und eine neurologische Neukonditionierung des Erfahrenen kann stattfinden.

Die Traumafolge-Symptome verschwinden und die Selbstwirksamkeit der Betroffenen wird wieder hergestellt. Zur dauerhaften Trauma-Auflösung nutzt TBT die neuesten Erkenntnisse über die Neuroplastizität des Gehirns: die Fähigkeit unserer Gehirnzellen, sich zu lösen und neue Verbindungen einzugehen.

Ein Vorteil der TBT-Methode ist die schnelle Wirksamkeit bei posttraumatischen Belastungssymptomen wie Flashbacks, Dissoziationen oder übermäßiger Wachsamkeit. Der Prozess ist relativ schnell durchführbar und die meisten Schocktraumata lassen sich in einer Sitzung lösen. Die erleichternde Wirkung von TBT ist sofort spürbar.

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